---
 
Kunst geht fremd
  Samstag, 3. Oktober, 17:00 Uhr 
Heimatmuseum Ebern
Führung mit Weinbegleitung
Zu einer besonderen Begegnung mit Kunst lädt das Heimatmuseum 
Ebern am Samstag, 3. Oktober 2026 um 17 Uhr ein. Bei einer Führung 
mit Weinbegleitung entdecken die Besucherinnen und Besucher 
gemeinsam mit Maren Jensen (Kunsthalle Schweinfurt) und Stefan 
Andritschke (Heimatmuseum Ebern) ein außergewöhnliches Kunstwerk 
in ungewohnter Umgebung. Im Mittelpunkt des Abends steht der 
„Fremdgänger“ aus der Kunsthalle Schweinfurt: Das Werk „Blù“ von 
Günter Dollhopf hat in den historischen Räumen des Heimatmuseums 
vorübergehend eine neue Bleibe gefunden. Die Führung verbindet 
kunsthistorische Einblicke mit persönlichem Austausch und wird von 
einer ausgewählten Weinbegleitung abgerundet. Ein Abend, der dazu 
einlädt, Kunst neu zu entdecken und mit allen Sinnen zu erleben.
Eintritt: Im Museumseintritt inbegriffen.
 
 
"Kunst geht fremd… und macht blau"?

Und? Wie oft haben Sie bereits in Ihrem Leben „blau gemacht“?
„Kunst geht fremd“ bietet Ihnen dieses Jahr die Möglichkeit „blau zu machen“. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen oder einen Kater am nächsten Morgen! Die Objekte von 17 unterfränkischen Museen haben sich auf den Weg gemacht und verbringen ihre Zeit in ganz neuen und anderen Umgebungen. Ganz ohne schlechtes Gewissen nehmen die Fremdgänger eine Auszeit von dem Gewohnten und bieten Ihnen so die Möglichkeit, sie in ganz neuen und manchmal auch erstaunlichen und inspirierenden Kontexten zu erleben!
Getreu dem Motto setzen sich die Ausstellungsstücke alle mit den unterschiedlichen Facetten „des Blauen“ auseinander: Ob nun ganz konkret mit der Farbe oder in der Interpretation der unterschiedlichen Metaphern, die darum entstanden sind. Die Fremdgänger erzählen dabei unter anderem von altem Handwerk, neuen technischen Errungenschaften, der Vergänglichkeit, der Freiheit auf drei Rädern oder einer Zeit, die mehrere Millionen Jahre zurückliegt. So oder so helfen Ihnen die Objekte dabei – zumindest für die Dauer des Ausstellungsbesuchs – aus dem Alltag auszubrechen und im allerbesten Sinne „blau zu machen“.
17 Häuser laden die Besucherinnen und Besucher herzlich auf eine Entdeckungsreise durch ganz Unterfranken ein. Möglich wird dies durch die langjährige Unterstützung durch den Bezirk Unterfranken. Machen Sie sich auf den Weg in die vielfältige unterfränkische Museumslandschaft und lassen Sie sich die spannenden (Kunst-) Geschichten erzählen!
Kunst geht fremd… und macht blau bringt auch interessante Begleitveranstaltungen mit. Diese finden die Besucher auf der Website unter www.kunst-geht-fremd.de und in der begleitenden Broschüre.
Das so entstandene Netzwerk arbeitet aber nicht nur analog, sondern auch digital. Gekennzeichnet durch die Hashtags #KunstGehtFremd und #KunstMachtBlau sind die Teilnehmenden über die gesamte Laufzeit der Aktion mit spannenden Beiträgen auf Instagram aktiv. Seien Sie gespannt!

Im Heimatmuseum Ebern und 16 Museen in ganz Unterfranken
Vom 21.7. bis 8.11.2026
.............................................
ab/am 23. Juli 2024 in Ebern:
 
 

Es geht um das Ankommen im Leben, die Geburt, und um das Ankommen in einer bestimmten Gesellschaftsschicht, in einem neuen Land oder einer neuen Heimat. Es dreht sich um die Sehnsucht der Menschen im Land ihrer Träume anzukommen, um das behütete Ankommen von Heiligen und Göttern an einem bestimmten Ort und um Menschen, die wohl nie an ihrem (Lebens-)Ziel ankommen, wenn sie denn überhaupt eines haben. Schließlich geht es um Päckchen oder Briefe, die Tausende von Kilometern überwinden können und vom Leben in der Fremde oder an der Front berichten.

_________________________
 
2023:
 
 
 
 

Kunst geht fremd und über Grenzen

Das Projekt startet heuer zum zwölften Mal und wir vom Heimatmuseum Ebern sind auch wieder mit dabei!

Das Konzept: 20 unterfränkische Häuser mit unterschiedlichen Konzepten und Schwerpunkten tauschen einen Sommer lang ihre Kunst bzw. Exponate. 20 Ausstellungsstücke präsentieren sich in einem neuen, regionalen Umfeld, in fremder Atmosphäre und verändertem Kontext.

In unserer diesjährigen Aktion "Kunst geht fremd" wollen wir darauf aufmerksam machen, was es bedeuten kann, über Grenzen zu gehen. Sei es unter künstlerischen Aspekten oder in Bezug auf historische Exponate. Sei es an der Grenze zwischen Kitsch und Kunst oder im Zusammenhang mit kriegerischen und gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Wir laden euch dazu ein, Kunst in anderen, fremden Zusammenhängen zu sehen, neue Museen zu entdecken und auf diese Weise selbst innerhalb Unterfrankens über Grenzen zu gehen. Das könnt ihr auch bei den begleitenden Veranstaltungen tun.

 .....

Unser diesjähriger Gast im Heimatmuseum Ebern:

„Als die Geiß erkannte, dass der Wolf sechs ihrer Geißlein gefressen hatte und nur das jüngste verschont geblieben war, weinte sie entsetzlich.“

Wer kennt es nicht, das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein?

Im Rahmen des Projektes „Kunst geht fremd und über Grenzen“ tauschen auch in diesem Jahr Museen aus Unterfranken Objekte und Kunstwerke untereinander aus. Im Heimatmuseum Ebern ist seit 19. Juli vier Schulwandbilder aus den Museen Schloss Aschach zu Gast. Auf diesen sind vier Symbolszenen des Märchens dargestellt. Anhand dieser besprachen Lehrkräfte das Märchen mit den Kindern.

Schulwandbilder gehörten ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für knapp 100 Jahre zu den wichtigsten Lehrmitteln. Märchendarstellungen kamen häufig vor, da sie an die Lebenswelt der Kinder anknüpften und der ästhetischen, sprachlichen und moralischen Erziehung dienten. „Der Wolf und die sieben Geißlein“ lehrte die Kinder unter anderem, niemals die Hoffnung aufzugeben, denn kluges Denken und Handeln kann das scheinbar Unmögliche möglich machen wobei man dabei immer wieder über seine eigenen Grenzen gehen muss.

Das Gastkunstwerk im Heimatmuseum Ebern stammt in diesem Jahr aus den Museen Schloss Aschach. Die Schulwandbilder werden im ehemaligen Arbeitszimmer des Eberner Schulleiters Karl Hoch gezeigt. Dort steht auch der rettende Ort für die siebte Geiß: eine Standuhr.

 _____________________

Bleibt noch die Frage, welches Objekt wir in diesem Jahr ins Rennen geschickt haben.

Es gibt viele Dinge, die stellvertretend für das Grenzen überwinden und die daraus resultierende Freiheit stehen – Automobile zählen dazu und vielleicht noch stärker: Motorräder. Diese Zuschreibung und die Tatsache, dass eine Frau Mitte des vergangenen Jahrhunderts den präsentierten, schnittigen Motorradanzug trug und damit ein Stück Freiheit fand, waren Grund genug diese Objekte bei Kunst geht fremd einzubringen.

Der Motorradanzug gehörte Auguste Karl aus Junkersdorf bei Ebern. Sie war Näherin und hat im ganzen Landkreis in den Häusern genäht, gestrickt und andere Handarbeiten verrichtet. Um zu ihrer Kundschaft zu gelangen, nutzte sie ihr Motorrad und trug dabei den ledernen Motorradanzug.

Der Anzug aus rotbraunem Leder besteht aus einer hüftlangen, mit Messingknöpfen geknöpften Lederjacke sowie einer taillenhohen Lederhose, die an den oberen Waden durch eine Schnürung und an der Taille mit einem Gürtel fixiert wird. Der Anzug wird durch eine Motorradhaube komplettiert. Der Motorradanzug wurde in der Bamberger Lederwarenfabrik Stefan Arnold hergestellt. In einem zeitgenössischen Katalog wird die Jacke unter der Nummer 120 geführt.

Im Spessartmuseum wird der Anzug in der Ausstellung zum Hebammenwesen gezeigt. In der Mitte des letzten Jahrhunderts waren auch Hebammen, wie z. B. Klara Wissel aus Mömbris, bei ihren Fahrten zu den Schwangeren in solchen Outfits unterwegs.

 

Weitere Informationen findet ihr unter www.kunst-geht-fremd.de

 

Ein Beitrag in TV Mainfranken über die Aktion: https://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/die-aktion-kunst-geht-fremd-im-heimatmuseum-ebern/

 

 

 

 

Sorry, this website uses features that your browser doesn’t support. Upgrade to a newer version of Firefox, Chrome, Safari, or Edge and you’ll be all set.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.